13.9.2010 - Immer mehr
Ungereimtheiten kommen am Rande von "Stuttgart 21" ans Licht.
Jetzt beschreibt
ein
Originalgutachten, das
die Landtags-Grünen in Auftrag gegeben haben, daß die Neubaustrecke
Stuttgart-Ulm mindestens 5,3 statt 2,9 Milliarden Euro
kosten wird, wie die
Internationale Eisenbahn-Presse-Vereinigung
aus Bern (CH) über das Pressebüro Roland Kimmich
berichtet.
M an
kann es drehen und wenden, wie man will: wo jemand - auch im Auftrag der Grünen
- Recht hat, hat er nun mal Recht, denn inzwischen räumt selbst Bahnchef
Grube höhere Kosten bei Stuttgart 21 ein.
Auch bei
vielen bisher vorsätzlich falsch informierten Politikern keimt
auf Grund der Stuttgarter
Massenproteste und desaströsen
Umfragen zu künftigen Wahlentscheidungen der
Verdacht,
sie könnten auf's falsche Pferd gesetzt haben.
Dem
Gutachten des Münchner Ingenieurbüros Vieregg & Rössler zufolge
steigen die
Kosten für die neue ICE-Trasse auf 5,3 Milliarden Euro. |

Der alte Stuttgarter Hauptbahnhof soll dem Prestigeobjekt "Stuttgart 21" geopfert
werden". Bild: JürgenG
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Ans Licht kommt auch, daß
durch den unkontrollierten Abriss des Nordflügels
heimatlos gewordenen Fledermäuse
versuchen, irgendwo
einen neuen
versteckten Platz zu finden.
Besonders Tragisch: Die seltenen
Tiere
sind in der Paarungszeit und stehen deshalb unter dem
besonderen Schutz des Gesetzes - was offensichtlich die Verantwortlichen wenig
juckt. Sie setzen ihr aus diesem Grund gesetzwidriges Treiben fort.

Der nächste Punkt betrifft den
Umgang mit Asbest:
Berichten zufolge sollen die bei den
Abrissarbeiten getöteten Tiere, tote Fledermäuse
einer besonders geschützten Art in Asbestsäcken versteckt worden sein,
wie
ein DB-Mitarbeiter verraten haben soll.
Immer wieder tauchen auch Gerüchte auf, nach denen Provokateure unter die
Stuttgart21-Gegner eingeschleust werden sollen.
Wer das politische "Geschäft" halbwegs kennt, weiß, daß solches nicht unmöglich
ist. Zu oft gab es Vorgänge vom "Celler Loch" bis zum Fall
"Axel
Reichert", die solches nicht ausschließen, um
entsprechend erwünschte Stimmungen anzuheizen.
Aber insbesondere
bei der CDU scheint inzwischen eine Art "Götterdämmerung" zu erfolgen. Nicht
etwa, weil man Zweifel am Projekt zum Ausdruck bringen will, sondern weil man -
wie jetzt der Unterländer CDU-Abgeordnette Lasotta - Zweifel an der eigenen
Wiederwahl entdeckt und das einem näher liegende Hemd zu flattern beginnt. Vehement wird von der Führung nämlich nach wie vor
an "S21" festgehalten - wohl wissend, daß das Eingeständnis des politischen
Totalversagens sogar die Gegner noch bestärken würde.
Man postuliert, wie in einer Debatte am Rande
des Tages der Heimat in Heilbronn seitens der CDU-Auguren, welche großartigen
Vorteile Stuttgart 21 habe. Fast hyperventilierend beschwerte sich nach
den umschweifenden Ausführungen ihres Generalsekretärs eine Staatssekretärin
über ihren schweren Job und verwies abermals darauf, alles habe jahrelang zur
Diskussion gestanden und die Beschlüsse seien daher völlig wasserdicht.
"Das mag formaljuristisch durchaus sein - wer aber erst einmal daran erinnert
werden muß, daß man a) deshalb 67.000 Unterschriften unter den Teppich gekehrt
hat und b) das Projekt "Stuttgart 21"garnicht wegen angeblichen
Verkehrsvorteilen "geboren" wurde, sondern schon in den 90er-Jahren wegen dem
Mangel an Bauland in Stuttgart, ist ja nicht gezwungen, seinen schweren Job
länger fortzusetzen", so der Heilbronner PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach dazu.
"Weshalb sonst haben denn die 'Macher' und ihre Lobby in Stuttgart
ein so großes Interesse daran? Doch nicht, weil dann der ICE oder TGV
schneller durch Stuttgart pfeift," fragt der ehemalige Landtagsabgeordnete,
der sich noch bestens an die Diskussionen darum in der Anfangszeit erinnern
kann: "Am Bauland-Verkauf liegt deshalb auch das Hauptinteresse der Bahn.
Dafür bleibt die Provinz auch Dank der Unfähigkeit ihrer politischen Vertreter
wie in Heilbronn weiterhin im Windschatten des Fernverkehrs - darüber helfen
auch noch so viele großen Sprüche nicht hinweg!"
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